Rentenplanung: Wie die Altersvorsorgeberatung gelingen kann

Die Zukunft auf finanziell sichere Beine zu stellen, gehört zu den schwierigsten Aufgaben, der sich viele Menschen gegenübersehen. Die Einsicht vorzusorgen, ist in der Regel vorhanden. Doch scheitert es oft an der Umsetzung. Zu vielfältig sind die Möglichkeiten und zu unübersichtlich die verschiedenen Wege, die je nach persönlichen Wünschen und Neigungen gegangen werden können. Daher wird das Thema oft aufgeschoben. Mit der Konsequenz, dass aufgrund des Zinseszinseffektes mit jedem nicht genutzten Jahr der Betrag höher sein muss, um die Ziele zu erreichen.

Hier eine möglichst gute Strategie zu entwickeln, die auch in 30 oder 40 Jahren noch funktioniert und die gesamte Rentenbezugszeit die ersehnte Sicherheit bringt, ist eine Herausforderung, bei der sich viele Menschen auf eine umfassende Beratung verlassen. Versicherungsmakler können hier mit ihrer Unabhängigkeit in der Produktauswahl punkten.

Das Niveau in der Rente möglichst erhalten

Die gesetzliche Rentenversicherung stellt lediglich das Grundgerüst für das spätere Einkommen dar. Denn die Leistungen werden sehr wahrscheinlich weniger als die Hälfte des Einkommens in der Rentenzeit ausmachen. Das bedeutet, die andere Hälfte oder wenigstens 75 Prozent müssen anders aufgefangen werden. Um diese Lücke aufzuzeigen, können Rentenrechner genutzt werden.

An dieser Stelle kurz der Hinweis, die Rendite der gesetzlichen Rentenversicherung ist durchschnittlich nicht so schlecht, wie oft angenommen wird. In einer Studie aus dem Jahr 2020 haben Forscher des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), veröffentlicht von der Hans-Böckler-Stiftung, anhand vieler Beispielsfälle die Rendite berechnet. Das Ergebnis, die Jahresrendite liegt zwischen 2,9 und 3,6 Prozent.

Oft hören Vermittler im Beratungsgespräch, dass die Kunden in Alter weniger Ausgaben haben werden und daher auch mit weniger Geld auskommen. Das eigene Häuschen oder die Wohnung seien dann abbezahlt, und das Auto werde nicht mehr so oft bewegt, weil die Fahrten zur Arbeit wegfallen. Und andere Kosten würden ebenfalls wegfallen.

Die eigene Immobilie ist als Altersvorsorge für viele eine Basis

Das sind nachvollziehbare Argumente und die eigene Immobilie macht sicher einen nicht unerheblichen Teil in der Altersvorsorgeplanung aus. Die Kehrseite ist allerdings, dass bei älteren Gebäuden irgendwann auch umfangreiche und kostspielige Reparaturen anfallen. Zudem ist das Kapital in der Immobilie gebunden und kann nicht so ohne Weiteres für den laufenden Lebensunterhalt genutzt werden.

Ebenfalls oft nicht bedacht wird, dass mit mehr Zeit im Ruhestand und bei einigermaßen Gesundheit andere Ausgaben hinzukommen. Ausflüge, Besuche in Theater und Museen, das neue Hobby, für das vorher nie Zeit war, und vielleicht Urlaube mit den Kindern und Enkeln.

Betriebliche Altersvorsorge ein sinnvoller Baustein

Aufgrund der Veränderungen in der gesetzlichen Rente, wurden die Riester- und die Rürup-Rente mit ihren staatlichen Fördermöglichkeiten eingeführt. Die Riester-Rente richtet sich eher an Angestellte und die Rürup-Rente an Selbstständige. Ob diese Produkte im Einzelfall passen, oder andere besser geeignet sind, gilt es genau zu prüfen.

Die betriebliche Altersvorsorge etabliert sich immer mehr. Hier kann der Arbeitgeber nicht nur seine Mitarbeiter bei ihrer Vorsorge unterstützen, sondern bekommt auch ein Mittel an die Hand, um Mitarbeiter stärker an sich zu binden. Gesetzlich vorgeschrieben, ist ein Zuschuss seitens der Arbeitgeber von 15 Prozent. Doch oft liegt der Zuschuss höher und Arbeitnehmer profitieren von der Entgeltumwandlung, bei der sie weniger Sozialversicherungsbeiträge und Steuern zahlen. Die Kehrseite ist selbstverständlich, dass zum Beispiel auch weniger in die gesetzliche Rente eingezahlt wird und die Rente aus der bAV dann voll versteuert werden muss. Das müssen Kunden wissen.

Zusätzliche Absicherungen, wie die private Renten- oder Lebensversicherung und je nach Neigung dazu ein Depot aus Aktien und Fonds sorgen für weitere Einkünfte. Auch die vermietete Immobilie kann sinnvoll sein. Wenn der Kunde spürt, dass er in alle Richtungen und mit dem Blick in eine recht weit entfernte Zukunft beraten wird, kann er dann auch die Lösung finden, die am besten zu ihm passt.

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Autor/in

Manila Klafack ist Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach Studium und redaktioneller Ausbildung verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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Kommentare

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    Maria Mettermann

    Die eigene Immobilie kann irgendwann auch zu viele Barrieren haben. Mein Opa ist nun auch in eine Seniorenresidenz mit vollstationäre Pflege gekommen, da er in seiner Wohnung nicht mehr alleine alles machen könnte. In der Seniorenresidenz bekommt er nun Unterstützung.

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    Marie Busch

    Meine Eltern möchten sich gerne finanziell für ihre Rente absichern. In diesem Zusammenhang ist es gut zu wissen, wie die Altersvorsorgeberatung am besten gelingen kann. Ich bin gespannt für welche Maßnahmen sie sich entscheiden werden.

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