Schlaganfälle treffen immer häufiger junge Menschen

Schlaganfälle treffen heutzutage auch jüngere Menschen. Oft gehen sie mit Einschränkungen im Privat- und Berufsleben einher – selbst eine Berufsunfähigkeit ist als Folge möglich. Hoher Stress und ein ungesunder Lebenswandel sind die Hauptrisikofaktoren – die sich aber reduzieren lassen.

Schlaganfälle gehören zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland, und betreffen laut Global Burden of Disease Study (GBD) immer öfter jüngere Menschen. Mit dieser Krankheit sind oft lebenslange Einschränkungen im privaten, aber auch im beruflichen Leben verbunden – so kann dadurch etwa eine Berufsunfähigkeit eintreten.

85 Prozent der Schlaganfälle sind dabei auf beeinflussbare Risikofaktoren zurückzuführen. Experten gehen davon aus, dass über 90 Prozent der Schlaganfälle verhindert werden könnten, wenn die Betroffenen etwas gegen Bluthochdruck, Diabetes oder Übergewicht täten – oder zum Beispiel mit dem Rauchen aufhörten. Darauf weist der Digitalversicherer Clark hin.

Bei den jüngeren Altersgruppen sei die Zunahme der Fälle durch einen zu hohen Cholesterinspiegel, zu viel Stress sowie durch zu viel Zucker und Salz in der Ernährung zu erklären. Eine Clark-Studie zeigt, dass jeder vierte Deutsche vor allem an stressigen Tagen zu Fast-Food greift. Bei diesen Voraussetzungen könnte sich laut Valery Feigin, Direktor des National Institut for Stroke and Applied Neurosciences in Auckland, bis 2030 die Zahl der Schlaganfälle verdoppeln.

Risikofaktoren für Schlaganfall reduzieren

Sollte es nach einem Schlaganfall zu einem Verlust der Arbeitsfähigkeit kommen, reicht die gesetzliche Leistung nicht aus, um den gewohnten Lebensstandard zu halten. „Deswegen sollte unbedingt über den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung nachgedacht werden“, sagt Marco Adelt, Vorstandsmitglied und Co-Gründer von Clark.

Zudem gelte es, die Risikofaktoren zu reduzieren. Neben einer aktiven und ausgeglichenen Lebensweise, um den Blutdruck zu senken und Gewicht zu verlieren, können Vorsorgeuntersuchungen als Prävention helfen. Bei einem Vorsorgetermin ergibt sich eine grundlegende Übersicht über das eigene gesundheitliche Wohlbefinden. Was viele nicht wissen: Ab dem 35. Lebensjahr haben gesetzlich Versicherte die Möglichkeit, sich alle drei Jahre bei ihrem Hausarzt komplett durchchecken zu lassen. 

Autor/in

Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

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