Für wen sich Dread Disease eignet

Herzinfarkt, Schlaganfall oder Krebs zählen zu den Volkskrankheiten. Betroffene erleiden nicht nur einen schweren Schicksalsschlag, sondern müssen, wenn sie noch berufstätig sind, mit Einkommensverlusten fertig werden. Je nach Schwere der Krankheit kann eine Krankschreibung weit über die sechs Wochen Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber hinaus folgen. Das heißt, die Krankenversicherung zahlt Krankengeld und damit deutlich weniger als das bisherige Nettoeinkommen.

Für Selbstständige kann es noch problematischer werden, da sie keine Entgeltfortzahlung des Arbeitgebers bekommen. Zudem liegt bei Unternehmern oft ein Schlüsselpersonenrisiko (Keyperson) vor. Ohne sie könnte es für das Unternehmen eine existenzielle Krise geben. Eine Dread Disease Versicherung, als Schwere-Krankheiten-Versicherung bekannt, kann in diesen Fällen finanzielle Hilfe leisten. Die vereinbarte Versicherungssumme wird in einem Einmalbeitrag ausgezahlt und nicht, wie bei der Berufsunfähigkeits- oder Erwerbsunfähigkeitsversicherung, als monatliche Rente. Sie kann beim Überwinden der Krankheit und einer späteren Arbeitsfähigkeit nicht zurückgefordert werden.

Diagnose der Schweren Krankheit entscheidet im Leistungsfall

Abschließen können diese Versicherung sowohl Erwachsene als auch Kinder ab einem Jahr. Das Höchsteintrittsalter darf 65 Jahre betragen, bei einer Keyperson sogar 70 Jahre. Für eine Leistung aus dieser Versicherung ist die Diagnose der Krankheit und ihr Eintritt entscheidend. Die Gesundheitsprüfung gehört beim Abschluss der Dread Disease Versicherung ebenfalls zum Standard. Hier gibt es Unterschiede je nach Alter und Versicherungssumme. Je jünger der Antragsteller ist und je geringer die versicherte Summe, desto einfacher die Fragen und desto höher die Wahrscheinlichkeit auf eine problemlose Annahme des Antrags.

In den Versicherungsbedingungen ist jeweils recht eindeutig geregelt, wie die Krankheiten definiert sind, und wann demzufolge geleistet wird – oder eben nicht. Psychische Erkrankungen oder Erkrankungen des Muskel- und Skelettapparats, aber auch Hautkrebs sind vom Versicherungsschutz ausgeschlossen.

Der entscheidende Unterschied zur BU

Und hier besteht der entscheidende Unterschied zwischen Dread Disease und Berufsunfähigkeitsversicherung. Denn in der BU-Versicherung sind alle Ursachen und Gründe für eine Berufsunfähigkeit eingeschlossen. Darum wäre Dread Disease eher eine Ergänzung zu einer Berufsunfähigkeitsversicherung anzusehen als nur die Alternative.

Die mögliche Höhe der Versicherungssumme ist sehr individuell. Wenn genug Kapital für den Fall einer schweren Krankheit oder bereits Arbeitskraftabsicherungen vorhanden sind, kann die Höhe geringer ausfallen als ohne. Die nächste Frage ist, wie hoch der monatliche Beitrag sein darf.

Diese Versicherer bieten Dread Disease Policen an

  • Canada Life
  • Zurich
  • Gothaer
  • Nürnberger
  • Allianz
  • Prisma Life
  • Ideal Versicherung
  • Die Bayerische

Fotocredit: Freepik

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Manila Klafack ist Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach Studium und redaktioneller Ausbildung verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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